Baulohnabrechnung

Baulohnabrechnungen lassen sich zunächst einmal mit gewöhnlichen Lohnabrechnungen vergleichen. Aufgrund der sich – je nach Jahreszeit verändernden – Arbeitszeiten der Angestellten und der teilweise vorhandenen SOKA-BAU-Pflicht des Arbeitgebers gibt es jedoch in einigen Bereichen Unterschiede. Die SOKA BAU setzt sich aus der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes sowie der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft zusammen. Sie sorgt unter anderem für die Vermeidung finanzieller Einbußen seitens des Arbeitnehmers, die durch regelmäßige Arbeitsausfälle im Winter entstehen.

Besonderheiten der Baulohnabrechnung

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Besonderheiten zu beachten, darunter

immer wieder abgeänderte Tarifverträge,
häufig wechselnde gesetzliche Rahmenbedingungen,
die stark vorkommende Beschäftigung von Kurzarbeitern.

Die Erstellung einer Baulohnabrechnung erfordert daher einen deutlich höheren Aufwand. Wer in diesen Bereich neu einsteigt, muss sich auf jeden Fall gründlich in die bestehenden Gegebenheiten einarbeiten. Darüber hinaus ist es dringend notwendig, die Gesetze für die Rahmenbedingungen sowie die jeweiligen Tarifverträge im Auge zu behalten. Bei jedem einzelnen Mitarbeiter ist zu prüfen, in welchem Beschäftigungsverhältnis er steht. Dies ändert sich teilweise je nach Jahreszeit. So kommt es durchaus vor, dass ein Arbeitnehmer im Sommer als Festangestellter, in der Winterzeit jedoch als Kurzarbeiter beschäftigt wird.

Verwaltung der Mitarbeiter

In der Regel beinhaltet die Aufgabe zur Erstellung der Baulohnabrechnungen auch die Verwaltung der Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang ist beispielsweise zu beachten, dass neue Arbeitnehmer umgehend bei der Rentenversicherung angemeldet werden müssen. Und zwar noch vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit. Größtenteils sind die Gehälter in der Baubranche von Monat zu Monat unterschiedlich, da die meisten Arbeiter nach den eingetragenen Stunden bezahlt werden. Hinzugerechnet werden jeweils die Urlaubs- und Krankheitstage, die gleichfalls vom Arbeitgeber zu übernehmen sind.

In den Baubetrieben wird in der Regel ein Arbeitszeitkonto für jeden Mitarbeiter geführt, welches sich auch direkt auf der Baulohnabrechnung befinden kann. Dort besteht die Möglichkeit, durch ein Minus oder Plus aufzuzeigen, ob mehr oder weniger Arbeitsstunden geleistet wurde. Wenn die jeweiligen Details lückenlos eingetragen werden konnten (bei entsprechender Vereinbarung zum Monatsende), ist es möglich, den Bruttolohn zu berechnen. Erst dann können auch die Sozialabgaben eingetragen und gleichfalls ausgerechnet werden.

Häufigen Tarif- sowie Gesetzesänderungen

Wie sich Vorstehendem entnehmen lässt, benötigen Sie für Baulohnabrechnungen monatlich einen deutlich höheren Zeitaufwand als in anderen Unternehmensbereichen. Auch in Bezug auf die häufigen Tarif- sowie Gesetzesänderungen ist es ratsam, derartige Abrechnungen von einem Steuerberater erledigen zu lassen. So schließen Sie jedes Risiko fehlerhafter Arbeiten aus und müssen sich auch nicht Monat für Monat bei stundenlanger Kleinarbeit den Kopf zerbrechen. Für unser Steuerberater Team ist es eine Selbstverständlichkeit, sich in Sachen Gesetz und Tarif immer auf dem Laufenden zu halten. So können wir Ihnen beanstandungslos Baulohnabrechnungen erstellen, Sie brauchen sich selbst um nichts mehr zu kümmern. Sie geben uns einzig und allein zum Abrechnungszeitpunkt die Arbeitszeitkonten Ihrer Mitarbeiter, wir erledigen alles Weitere.

Erfahrung und Wissen sind unser Motto